Eisbären Bremerhaven

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    Dezimierte Eisbären verlieren Overtime-Krimi

    Die Eisbären Bremerhaven haben in der Beko Basketball Bundesliga trotz einer starken Leistung die vierte Niederlage in Folge kassiert. Im Nordderby bei den Artland Dragons unterlagen die Seestädter mit 103:94 (88:88/50:39) nach Verlängerung. Es war die erste Eisbären-Niederlage in Quakenbrück seit 5 Jahren.

    Die Gäste mussten im Nordderby auf Center Nick Schneiders verzichten, der in Bremerhaven bei seiner hoch schwangeren Frau Angela geblieben ist. Zudem fiel in der zweiten Halbzeit Spielmacher Lorenzo Williams mit einer Rückenverletzung aus. Für Schneiders rückte Devin Searcy in die Startformation. Es entwickelte sich gleich zu Beginn ein munteres Spielchen, in dem die Gastgeber ebenso wie die Eisbären die Lampen auswarfen. Bremerhaven spielte frech drauflos, traf im 1. Viertel 5 von 6 Dreierversuchen. Dank Tyrus McGee und Moses Ehambe zogen die Eisbären bis auf 21:15 davon. Doch die Dragons kamen kurz vor der ersten Viertelpause auf Betriebstemperatur. Lawrence Hill, Brandon Thomas und auch David McCray liefen heiß, beim Stand von 25:25-Unentschieden ging es in den 2. Spielabschnitt. Und da machten die Artland Dragons kurzen Prozess.

    Profitierend von der zunehmenden Fehlerquote der Eisbären spielten sich die Hausherren in einen Offensiv-Rausch, liefen Fastbreaks und zogen Punkt um Punkt davon. Neben Hill, der am Ende 20 Punkte markierte, lief jetzt auch Antonio Graves (24 Zähler) zur Höchstform auf, schenkte den Eisbären bis zur Pause 12 Punkte ein. Nach einem 15:2-Lauf führte Quakenbrück plötzlich klar mit 45:30. Der eingewechselte Jusuf El Domiaty sorgte schließlich mit zwei Dreiern in Folge dafür, dass die Eisbären-Flaute in der Offensive ein Ende fand. Weil auch noch Lorenzo Williams zwei schwierige Würfe aus der Distanz traf, betrug der Bremerhavener Rückstand zur Halbzeit „nur“ 11 Punkte. Die große Frage jedoch war, ob die Eisbären ihre starke Dreierquote (9 Treffer in den ersten 20 Minuten) in die zweite Halbzeit mitnehmen können.

    Die Antwort lautet nein, aber das war auch gar nicht nötig. Denn die Eisbären packten ihr großes Kämpferherz aus und ließen sich von der Abwesenheit ihres Spielmachers Lorenzo Williams nicht aus der Fassung bringen. Williams verletzte sich am Rücken und musste in der in der Kabine behandelt werden. Aber auch ohne ihren Denker und Lenker konnten die Eisbären den Rückstand von Minute zu Minute verkleinern. Quakenbrück leistete sich nun etliche Ballverluste und das hatte Folgen: Nach 30 Minuten betrug der Vorsprung der Dragons nur noch 4 Punkte (64:60).

    Die Drachen könnten von Glück sagen, dass sie einen Haudegen wie Brandon Thomas in ihren Reihen haben. Thomas nahm das Heft im Schlussviertel in die Hand. 9 Punkte in Folge zum 75:70 erzielte der Scharfschütze. Doch die Eisbären, allen voran Jake O’Brien, Moses Ehambe und Devin Searcy, ließen sich nicht abschütteln und witterten ihre Chance. Myles Hesson verkürzte auf 84:81. Die Drachen wackelten und 3,8 Sekunden vor Schluss deutete alles darauf hin, dass die Eisbären-Siegesserie in Quakenbrück weiter anhalten würde. Tyrus McGee hatte die nie aufsteckenden Bremerhavener an drei Freiwurflinie mit 88:85 in Führung gebracht. Der Sieg war greifbar nah, denn es waren nur noch 3,8 Sekunden zu spielen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der überragende Brandon Thomas (23 Punkte/4 Dreier) rettete die Dragons mit einem irren Buzzerbeater aus der Ecke in die Verlängerung. Von diesem Nackenschlag konnten sich die Gäste in der Overtime nicht mehr erholen.

    „Das war ein gutes Spiel auf beiden Seiten und die bessere Mannschaft hat gewonnen. Die Dragons wissen jetzt, wie man enge Spiele gewinnt. Ich bin stolz darauf, wie sich meine Mannschaft zurückgekämpft hat. Leider hat uns ohne Lorenzo Williams ein wenig die Cleverness gefehlt, um das Spiel nach Hause zu bringen. Auch die unnötigen Ballverluste in der Schlussphase haben uns weh getan. Die Chancen waren da, aber wir haben sie nicht genutzt“, sagte Eisbären-Trainer Calvin Oldham nach dem Drama im Artland.

    Punkteverteilung Eisbären: Ehambe 18, Searcy 14, McGee 18, Williams 11, Hesson 8, O’Brien 14, Schultze 3, El Domiaty 6, Stückemann 2

    Beste Werfer Quakenbrück: Graves 24, Thomas 23, Hill 20, King 14


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