EISBÄREN VERLIEREN GEGEN KARLSRUHE LIONS - NÄCHSTES SPIEL BEI PHOENIX HAGEN

Die Eisbären Bremerhaven haben ihr zweites Spiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga verloren. Gegen die Karlsruhe Lions kamen die Seestädter nie wirklich in die Partie und verloren am Ende trotz eines starken Endspurts mit 89:88. Bester Eisbär: Kevin Yebo mit 24 Punkten.

Keines der beiden Teams konnte sich in den ersten zehn Minuten deutlich absetzen. Bis auf einen 4:0-Lauf der Löwen war die Partie stets ausgeglichen. Nach einer Auszeit von Eisbären-Coach Michael Mai, zogen seine Schützlinge die Intensität in der Defense etwas an und erlaubten den Karlsruhern keine einfachen Punkte mehr. Trotzdem gingen die Gastgeber mit einer 20:19-Führung in Viertel Zwei. Besonders unglücklich waren die sieben Ballverluste in den ersten zehn Minuten auf Seiten der Eisbären.

Auch im zweiten Viertel zeichnete sich kein Favorit ab. Meist waren es aber die Eisbären, die einem knappen Rückstand hinterher liefen. Vor allem an der Freiwurflinie ließen die Eisbären viele Punkte liegen. Nur 9 der 17 Freiwürfe (53 Prozent) in der ersten Halbzeit fanden ihren Weg durch die Reuse. Auch von der Dreierlinie lief es noch nicht wie gewünscht: Mit einer Quote von 25 Prozent (3/12) und einem 42:40-Rückstand gingen die Eisbären in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel kam die Eisbären-Offene nicht ins Rollen. Die Gastgeber hingegen kamen immer besser in die Partie. Die Eisbären hatten dem nicht viel entgegen zu setzen und konnten den Karlsruhern im dritten Viertel nie gefährlich werden.

Im letzten Viertel konnten die Karlsruher ihre Führung zwischenzeitlich auf 15 Punkte (80:65, 35. Minute) ausbauen. Darauf folgte ein furioser 15:0-Lauf der Eisbären und die Seestädter konnten durch einen Dreier von Marvin Heckel nach langer Zeit zum 80:80 (38. Minute) ausgleichen. Die Karlsruher ließen sich dadurch aber nicht verunsichern und ebneten durch einen 5:0-Lauf den Weg zum Heimsieg - dachte man. Während bei den Eisbären die gesamte Partie über fast nichts von Außen fiel, trafen Marvin Heckel und Noah Allen in den Schlusssekunden jeweils einen Dreier zum 89:88. Doch das reichte nicht mehr, um den Sieg der Karlsruher zu gefährden.

Bereits am kommenden Mittwoch geht es für die Eisbären beim letzten Spiel im Jahr 2020 gegen Phoenix Hagen. Anfang Dezember kehrten die Hagener nach einer Corona-Zwangspause furios mit einem 102:77 gegen Trier in den Ligabetrieb zurück und holte ihren ersten Saisonsieg. Gegen Paderborn (75:105) und Schwenningen (54:84) waren die Feuervögel aber chancenlos. Auf Anraten der Ärzte nahm Hagens Geschäftsführer die Mannschaft für mehrere Wochen aus dem regulären Spielbetrieb, um auch konditionell wieder wettbewerbsfähig zu sein. Und das zeigte Wirkung: Gegen die Nürnberg Falcon, die ebenfalls fast zwei Monate keine Partie bestritten haben, konnte das Team von Ex-Eisbären Coach Chris Harris ihren zweiten Saisonsieg (88:86) einfahren.

Viertelstände (Karlsruhe-Eisbären): 20:19, 22:21, 25:17, 22:31

Punkteverteilung

Bremerhaven: Braun (6), Pölking (7), Kindzeka (2), Kessen (7), Bohannon (5), Friederici (13), Allen (4), Heckel (15), Yebo (24), Davis (7).