DIE EISBÄREN BREMERHAVEN GEWINNEN GEGEN DIE NÜRNBERG FALCONS MIT 105:81

Nach einer im Vergleich zum Heimspiel gegen Trier deutlichen Leistungssteigerung gewinnen die Eisbären trotz vieler Ausfälle und dank ihres hervorragenden Team-Plays verdient gegen lange Zeit tapfer kämpfende Gäste aus Nürnberg.

Die Eisbären, die ohne den gesperrten John Bohannon, den verletzten Réné Kindzeka und den aus familiären Gründen abwesenden Trey Davis auskommen mussten, starteten mit Joshua Braun, Leon Friederici, Armani Moore, Maximilian Ugrai und Moses Pölking in das Spiel.

Die Partie begann rassig und war vor allem zu Beginn schön anzusehen. So versuchten beide Teams das Tempo hochzuhalten und zeigten sich von außen sehr treffsicher.

Gegen Ende des ersten Viertels konnten sich die Eisbären erstmalig etwas absetzen und zogen nach einem Friederici-Dreier aus knapp neun Metern bei ablaufender Wurf-Uhr auf 19:13 davon. Insbesondere defensiv zeigten sich die Bremerhavener erheblich verbessert und zwangen Gäste-Headcoach Ralph Junge beim Stand von 23:15 zu seiner ersten Auszeit.

Mann des ersten Spielabschnitts war Back-up- Center Moses Pölking, der durch das Fehlen von John Bohannon mehr Spielanteile erhielt und die Eisbären gemeinsam mit Friederici offensiv und defensiv auf seine Schultern nahm (30:21).

Das zweite Viertel begann so, wie das erste aufgehört hatte: Nürnberg musste für jeden Korb hart arbeiten, die Gastgeber trafen weiterhin hochprozentig und begannen mit fünf schnellen Punkten durch Friederici, der das Fehlen von Davis mit seinen 14 Punkten bis dahin komplett vergessen machen konnte. 

Die Gäste aus Mittelfranken ließen sich jedoch nicht entmutigen und hielten in dieser Phase insbesondere in Person von US-Guard Tra Holder dagegen, der innerhalb von einer Minute acht Punkte in Folge auf das Tableau zaubern konnte. Armani Moore war jetzt aber ebenfalls aufgewacht und von den Falcons dank seiner herausragenden Physis nicht zu stoppen. Der bullige Flügel wanderte wiederholt an die Freiwurflinie, von der er sich sehr treffsicher zeigte. Der Vorsprung der Bremerhavener blieb damit konstant, sodass es mit einer 53:43-Führung in die Halbzeitpause ging.

Tra Holder sorgte im dritten Viertel auf Seiten der Nürnberger für die ersten Punkte, die umgehend von Max Ugrai mit einem schön herausgespielten Dreier und Kevin Yebo im Schnellangriff gekontert wurden. Nach einem erneuten Schnellangriff, den Moore in unmittelbarer Korbnähe vollendete, konnten die Eisbären ihre Führung auf 16 Punkte ausbauen.

Falcons Headcoach Junge bat seine Mannschaft daraufhin zu einer Auszeit, deren Effekt jedoch nicht die gewünschte Wirkung erzielte - im Gegenteil. 

Bremerhaven zog jetzt Punkt um Punkt davon, doch wie schon in der ersten Halbzeit konnten sich die Eisbären aufgrund kleinerer Nachlässigkeiten nicht entscheidend absetzen, um so den berühmten Sack frühzeitig zuzumachen.

So schöpften die Gäste wieder Hoffnung und kamen durch Kapitän Sebastian Schröder immer wieder zu einfachen Punkten (75:62). Joshua Braun eröffnete mit seinem zweiten erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf des Spiels den vierten Spielabschnitt, in dem Pölking das Parkett frühzeitig mit fünf Fouls verlassen musste. Trotzdem rollte der Eisbären-Express jetzt unaufhaltbar davon: Friederici punktete durch clevere Drives nach Belieben und erhielt dabei von Max Ugrai und Kevin Yebo Unterstützung. Die Falcons wirkten im Verlauf des letzten Spielabschnitts platt und hatten der intensiven Eisbären-Spielweise nichts mehr entgegenzusetzen.

Kevin Yebo erhöhte die Führung der Gastgeber per And-One knapp vier Minuten vor Ende des Spiels auf 19 Punkte. Diese Führung gab das Team von Michael Mai nicht mehr her und gewann das Spiel auch in der Höhe verdient mit 105:81.

Entscheidender Faktor war das herausragende Teamplay: Fünf Spieler punkteten am Ende zweistellig, wodurch die Ausfälle von Topscorer Davis sowie Bohannon und Kindzeka mehr als kompensiert werden konnten.

Headcoach Michael Mai war nach der Schlusssirene sichtlich erleichtert und stolz auf die Leistung seiner Mannschaft: „ Das war heute eine gute Antwort auf das Spiel gegen Trier. Heute haben wir nach sehr langer Zeit mal wieder eine sehr konstante Leistung über 40 Minuten abgeliefert. Die Jungs waren zu jeder Zeit hochkonzentriert und haben intensiv verteidigt.“

Eisbären Bremerhaven: Friederici (26), Moore (20), Ugrai (18), Yebo (14/8), Braun (11), Heckel (8), Pölking (8), Möller (0), Kruhl (0), Heiken (0).