DIE EISBÄREN BREMERHAVEN GEWINNEN DAS NORDDERBY GEGEN DIE ARTLAND DRAGONS MIT 103:99

In einer ausgeglichenen Partie war ein starkes drittes Viertel entscheidend für den Sieg der Bremerhavener. Den in dieser Phase erspielten Vorsprung gaben die Eisbären nicht mehr her, so dass sie die fünf Spiele dauernde Heimserie mit einem Sieg und damit mit einer positiven Bilanz von drei Siegen und zwei Niederlagen beenden.

Die Starting Five bestehend aus Trey Davis, Armani Moore, Kapitän Maximilian Ugrai, Moses Pölking und Leon Friederici startete sehr konzentriert und fokussiert in das Derby gegen die Gäste aus Quakenbrück. Nach knapp vier Minuten betrat erstmals Neuzugang William Daniels das Parkett und erzielte nach einem schönen offensiven Rebound direkt die ersten Punkte für seinen neuen Arbeitgeber. Er sollte sich im weiteren Spielverlauf noch steigern und war in seinem ersten Einsatz bereits die erhoffte Verstärkung auf den großen Positionen.

Auf Seiten der Gäste startete das Duo bestehend aus US-Guard Gerel Simmons und Big-Man Robert Oehle hervorragend in die Begegnung. Zusammen erzielten beide im ersten Viertel 19 von 23 Punkten der Gäste aus dem Artland.

Die Eisbären hingegen verteilten die Punkte auf mehrere Schultern, so dass sich alleine im ersten Viertel sieben Spieler über mindestens eine gelungene Korbaktion freuen durften und überzeugten in dieser Phase als Mannschaft mit sehr schön anzusehenden Ballstafetten. 

Im zweiten Viertel stellten die Gäste ihre Verteidigung um und agierten phasenweise mit einer Ganzfeld-Zonen-Verteidigung, die die Mai-Schützlinge vor Probleme stellte. Infolgedessen konnte die Mannschaft von Gäste-Headcoach Tuna Isler das Spieltempo etwas verlangsamen, so dass Eisbären Headcoach Mai seine erste Auszeit nahm, um seinen Spielern neue Instruktionen mit auf den Weg geben zu können.

Im zweiten Viertel ging es dann Schlag auf Schlag:  Einen erfolgreichen Dreier des ehemaligen Eisbären Adrian Breitlauch konterte Friederici für die Bremerhavener umgehend mit einem weiteren erfolgreichen Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie. Keine der beiden Mannschaften konnte sich bis zur Halbzeit jedoch entscheidend absetzen, so dass es mit einem knappen 49:51-Rückstand in die Pause ging. 

Die zweite Halbzeit eröffneten die Eisbären mit derselben Aufstellung wie zu Beginn der Begegnung. Das weiterhin starke Gäste-Duo Simmons, Oehle erhielt zu Beginn der zweiten Halbzeit in Person von Zachary Ensminger weitere Unterstützung, so dass sich die Gäste mit fünf Punkten erstmals etwas absetzen konnten.

Dann schlug jedoch die Stunde von Eisbären-Topscorer Trey Davis: Dieser fing auf Seiten der Eisbären innerhalb weniger Minuten komplett Feuer, und konnte seine Mannen im dritten Viertel mit 14 Punkten am Stück alleine im Spiel halten.

Nach zwei verwandelten Freiwürfen des starken Eisbären-Kapitäns Maximilian Ugrai und einem weiteren Dreier von Marvin Heckel wuchs der Vorsprung der Eisbären erstmalig auf zehn Punkte an und zwang die Gäste zu ihrer ersten Auszeit in Halbzeit zwei. Ensminger beendete das dritte Viertel mit einem Korbleger mit der Schluss-Sirene. Somit ging es mit einer 81:72-Führung für die Eisbären in den Schlussabschnitt.

Das vierte Viertel eröffneten die Gäste mit einem kleinen Lauf und konnten den Vorsprung der Eisbären innerhalb kürzester Zeit auf fünf Punkte verringern. Schließlich waren es dann Armani Moore und Joshua Braun, die die Bremerhavener nach knapp zwei gespielten Minuten erlösten und den Vorsprung der Gastgeber wieder zweistellig stellten. Nach einem erneuten Lauf der Gäste nahm Eisbären Headcoach Mai bei noch fünf zu spielenden Minuten eine weitere Auszeit.

Die Dragons wehrten sich weiterhin nach Kräften, hatten jedoch gegen die sehr konzentriert spielenden Eisbären und den immer stärker werdenden William Daniels, der mit sieben Punkten in Folge den Vorsprung der Eisbären konstant hielt, keine Chance mehr.

Somit gewannen die Bremerhavener am Ende letztendlich verdient mit 103:99 und konnten durch den Sieg wichtigen Boden im Kampf um die vorderen Playoff-Plätze gut machen. 

Headcoach Michael Mai freute sich über den Sieg, war mit der Leistung seiner Mannschaft am defensiven Ende des Spielfelds jedoch nicht zufrieden: „Wir haben das Spiel heute dank unserer Offensive und unseres tollen Teamplays gewonnen, jedoch nicht die Defensiv-Leistung gezeigt, die wir uns vorgenommen hatten. Die Dragons sind eine eingespielte und gut gecoachte Mannschaft, die immer die richtige Option findet, wenn man versucht, ihnen eine Sache wegzunehmen. Wir müssen uns weiter fokussieren und uns in den nächsten Wochen insbesondere defensiv enorm steigern.“

Weiter geht es für die Eisbären am 13.02. mit einem Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer aus Jena.

Eisbären Bremerhaven: Davis (21), Moore (20), Daniels (17), Ugrai (12), Braun (9), Friederici (9), Yebo (7), Heckel (7), Pölking (1), Kindzeka, Möller, Kruhl, Heiken