DIE EISBÄREN GEWINNEN BEI DEN MLP ACADEMICS HEIDELBERG MIT 85:81

Lange Zeit sah es nach einem souveränen Heimsieg der Heidelberger aus, die fast das gesamte Spiel über in Führung lagen. Im letzten Viertel wachten die Eisbären dann schließlich auf und krönten, dank einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung, eine tolle Aufholjagd mit einem 85:81-Sieg.

Die Eisbären starteten mit der Starting Five bestehend aus Kapitän Maximilian Ugrai, Leon Friederici, Trey Davis, Will Daniels und Armani Moore. Letztgenanntem war es dann vergönnt, sich mit den ersten Punkten für seine Eisbären im SNP Dome, der neuen Heimspielstätte der MLP Academics, in die Geschichtsbücher einzutragen.

Das erste Viertel gestaltete sich sehr ausgeglichen. Die Heidelberger versuchten konsequent, ihre körperlichen Vorteile am Brett auszuspielen. Die Eisbären trafen vor allem in Person von Friederici zuverlässig aus der Distanz, der die Eisbären im ersten Viertel mit neun Punkten im Spiel hielt, sodass es nach einem schön herausgespielten Korbleger durch Moses Pölking mit einem 25:25 unentschieden in die Viertelpause ging.

Nach knapp zwei Minuten im zweiten Viertel konnten sich die Gastgeber das erste Mal mit sieben Punkten etwas deutlicher absetzen. Die Eisbären verzettelten sich in dieser Phase zu sehr in Einzelaktionen und ließen den Gästen an der Drei-Punkte-Linie zu viel Platz. Insbesondere das US-Guard-Duo Sa´eed Nelson und Jordan Geist war von den Eisbären nicht in den Griff zu kriegen. Auffällig war in dieser Phase auch die Rebound-Überlegenheit der Heidelberger, weswegen Eisbären-Headcoach Michael Mai beide ihm in der ersten Halbzeit zur Verfügung stehenden Auszeiten mit kurzem zeitlichen Abstand nahm, um seiner Mannschaft ins Gewissen zu reden. Es blieb jedoch bei den sieben Punkten Rückstand für die Bremerhavener, sodass es beim Stand von 43:50 in die Kabine ging.

Die Eisbären kamen mit viel Biss und Engagement aus der Kabine. Trotzdem konnten die Academics den Vorsprung aufgrund leichter Ballverluste der Eisbären ausbauen. Eisbären-Headcoach Mai wechselte viel durch und suchte nach der Formation, mit der er den starken Heidelbergern beikommen konnte. Nach einem getroffenen Dreier durch Friederici, ging es mit einem 61:69-Rückstand in das letzte Viertel. Dieses eröffnete Heidelbergs Scharfschütze Shyron Eli mit seinem ersten verwandelten Dreier des Spiels, sodass der Eisbären-Rückstand auf elf Punkte anwuchs. Nach einem Ballgewinn durch Ugrai und einem daraus resultierenden Korbleger durch Leon Hoppe, gab es postwendend die Auszeit durch Heidelbergs Headcoach Branislav Ignjatovic, der damit den Lauf der Eisbären unterbrechen wollte.

Doch die Eisbären verteidigten jetzt besser, konnten zunächst daraus aufgrund von Ballverlusten jedoch kein Kapital schlagen, sodass der Vorsprung der Gastgeber konstant bei acht Punkten blieb. Nach zwei weiteren Ballgewinnen und einem getroffenen Dreier von Kapitän Ugrai gab es dann beim Stand von 75:76 die nächste Auszeit der Hausherren. Durch ein And-One des schnellen Marvin Heckel gingen die Eisbären erstmalig in Halbzeit zwei in Führung. Man merkte beiden Teams an, dass viel auf dem Spiel stand. Den Heidelbergern ging am Ende die Kraft aus und Trey Davis sowie Armani Moore übernahmen dann auf Seiten der Eisbären die Verantwortung und führten ihr Team mit sieben Punkten in Folge in der letzten Spielminute auf die Siegerstraße. Somit konnten die Eisbären einen wichtigen 85:81-Erfolg aus Heidelberg mitnehmen, was auch Headcoach Mai freute: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht mit dem richtigen Fokus und der richtigen Einstellung gespielt. In der zweiten Halbzeit kamen wir dann mit einer ganz anderen Energie zurück ins Spiel. Wenn wir es schaffen, ein komplettes Spiel über 40 Minuten konstant zu spielen, sieht man, wie stark wir sein können.“

Eisbären Bremerhaven: Moore (20), Ugrai (13), Friederici (12), Davis (11), Pölking (11), Daniels (9), Heckel (5), Hoppe (4), Kindzeka (0), Kruhl (0).