DIE EISBÄREN BREMERHAVEN UNTERLIEGEN DEN MLP ACADEMICS HEIDELBERG IM LETZTEN HEIMSPIEL MIT 66:93

Somit endet die Hauptrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA für die Eisbären mit einer herben Niederlage, die aber Weckruf zum richtigen Zeitpunkt sein könnte.

Die Eisbären, die ohne den angeschlagenen Moses Pölking sowie den bereits länger verletzten Joshua Braun auskommen mussten, starteten mit Will Daniels, Trey Davis, Kapitän Maximilian Ugrai, Leon Friederici und Armani Moore in die Partie gegen den Tabellenzweiten aus Heidelberg.

Ugrai war es dann schließlich, der den Abend für die Eisbären mit fünf schnellen Punkten einleitete. Die Gäste aus Heidelberg brauchten ein wenig, um in die Partie zu finden, konterten dann jedoch mit sechs schnellen Punkten ihrerseits. Ugrai war im ersten Viertel jedoch von keinem Heidelberger zu halten und hielt die Eisbären durch seine Physis unter dem Korb im Spiel.

Die Partie war von Beginn an von hoher Intensität geprägt. Man konnte beiden Teams anmerken, dass sie mit einem guten Gefühl in die Playoffs gehen wollten. Viele Fouls und eine frühe Foulbelastung der großen Riege auf Seiten der Eisbären waren die Folge, da Heidelberg den Ball konsequent unter den Korb brachte, um ihre Big-Men Armin Trtovac und Phillipp Heyden in Szene zu setzen. Dementsprechend ging es für die Eisbären mit einem 18:23-Rückstand in die Viertelpause.

Zu Beginn des zweiten Viertels konnten sich die Gäste etwas absetzen und profitierten dabei auch von der ausbaufähigen defensiven Kommunikation der Eisbären. Heidelberg drückte bei jeder Gelegenheit auf das Tempo und suchte immer wieder den Weg ans Brett, um dort die Größenvorteile ausspielen zu können. Nach einem weiteren Schnellangriff, den der schnelle Sa´eed Nelson mit einem artistischen Korbleger beendete, sah sich Eisbären-Headcoach Michael Mai dazu gezwungen, seine zweite Auszeit zu nehmen, da sich die Academics Mitte des zweiten Viertels auf mittlerweile zwölf Punkte abgesetzt hatten.

Leon Hoppe brachte den Eisbären mit zwei Ballgewinnen gegen den schnellen Nelson etwas mehr defensive Stabilität, offensiv lief bei den Bremerhavenern hingegen nur wenig zusammen, sodass man sich immer wieder auf Einzelaktionen verlassen musste. So geschehen durch ein seltenes Vier-Punkt-Spiel des starken Friederici, der bei seinem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf gefoult wurde und den anschließenden Freiwurf traf. Nach einem weiteren And-One durch Davis und einem schön herausgespielten Layup durch Kevin Yebo ging es mit einem 40:44 in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren es jedoch abermals die Gäste, die wacher aus der Kabine kamen. Die Eisbären benötigten etwas Anlaufzeit und konnten sich nach knapp vier Minuten erstmals in Person von Moore auf der Punktetafel eintragen. Bis dahin war der Rückstand aufgrund einfacher Ballverluste auf 16 Punkte angestiegen, sodass Headcoach Mai seine Mannschaft zu einer frühen Auszeit einberief. Heidelberg fand in der Folge trotzdem immer wieder die Lücken in der Eisbären-Defensive. Die Bremerhavener waren bemüht, einen Weg zurück in das Spiel zu finden, taten sich jedoch sehr schwer, freie Würfe herauszuspielen. Somit stand zum Ende des dritten Viertels ein 50:68-Rückstand auf der Anzeigetafel.

Im letzten Spielabschnitt änderte sich an diesem Bild nicht mehr viel. Die Eisbären kämpften und versuchten alles, um den Rückstand noch einmal zu verkürzen, Heidelberg spielte das Spiel jedoch souverän zu Ende, sodass nach 40 Minuten eine deutliche 66:93-Heimniederlage von der Anzeigetafel leuchtete.

Eisbären-Headcoach Michael Mai zeigte sich anschließend dementsprechend frustriert, konnte der Niederlage aber auch etwas Positives abgewinnen: „Das Spiel lief zu keinem Zeitpunkt so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben heute keinen offensiven Rhythmus gefunden und uns am Ende nicht mehr wirklich gewehrt. Andererseits war es für uns eine großartige Möglichkeit, vor Beginn der Playoffs nochmal zu lernen, worum es ab nächster Woche gehen wird. Deshalb bin ich nicht unglücklich über die Niederlage, vielleicht kam sie zur rechten Zeit.“

Eisbären Bremerhaven: Ugrai (20), Yebo (16), Moore (14), Friederici (7), Davis (4), Heckel (3), Heiken (2), Hoppe, Daniels, Kindzeka, Kruhl