DIE EISBÄREN UNTERLIEGEN BEI DEN KIRCHHEIM KNIGHTS MIT 102:105

Somit verlieren die Bremerhavener auch ihr zweites Playoff-Spiel äußerst knapp und unglücklich und müssen sich starken Kirchheimern geschlagen geben, die sich mit dem Sieg für die Auftaktniederlage in Schwenningen rehabilitieren konnten und somit weiterhin auf ein Weiterkommen hoffen dürfen. Für die Eisbären könnte es nach der zweiten Niederlage hingegen schwer werden, den Anschluss an die Tabellenspitze wieder herzustellen.

Den besseren Start in die Begegnung hatten die Kirchheimer, denen man vom Start weg den Willen auf Widergutmachung für den verpatzten Start in die Playoffs ansehen konnte. Die Eisbären hingegen starteten langsam in die Partie und ließen die Knights von der Dreierlinie heiß laufen, sodass Eisbären-Headcoach Michael Mai nach knapp viereinhalb Minuten beim Stand von 10:18 seine erste Auszeit nehmen musste. Anschließend wirkten die Bremerhavener defensiv zwar wacher, konnten den Rückstand bis zum Viertelende jedoch nicht entscheidend verkürzen. Somit ging es nach einem Buzzerbeater-Dreier durch Knights-Kapitän Kevin Wolrath mit einem 21:32 in die Viertelpause.

Der zweite Spielabschnitt begann für die Eisbären so, wie der erste geendet hatte: Kirchheims Topscorer Kyle Leufroy netzte einen weiteren Dreier, offensiv fanden die Eisbären um Kapitän Maximilian Ugrai einfach keinen Rhythmus, sodass der Vorsprung der Knights auf zwischenzeitlich fast 20 Punkte anwuchs. Gegen Ende des zweiten Viertels kämpften sich die Eisbären dann mit guter Defense ein wenig in die Partie zurück und gingen so mit einem 42:56 in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit eröffnete Eisbären-Topscorer Trey Davis mit seinen ersten zwei Punkten des Spiels, im Gegenzug erzielte Brauner seine Punkte sieben, acht und neun von jenseits der Drei-Punkt-Linie, weswegen sich am Spielverlauf zunächst nicht viel änderte. Die Knights wirkten bis dahin insgesamt giftiger und agierten auf einem höheren Energielevel als die Eisbären. Trotzdem blieben die Bremerhavener in Schlagdistanz und konnten den Rückstand nach einem schön herausgespielten Dreier durch Leon Hoppe zwischenzeitlich auf neun Punkte verkürzen. Der starke Leufroy konnte den Vorsprung der Knights kurz vor Ende des dritten Viertels mit einem eleganten Korbleger dann wieder auf elf Punkte stellen, sodass es mit einem 69:80-Rückstand in den letzten Spielabschnitt ging.

In diesen starteten die Eisbären mit deutlich mehr Elan und verringerten den Rückstand nach einem schön herausgespielten Sprungwurf durch Leon Friederici auf sieben Punkte.

Die Knights hatten zunächst immer noch eine Antwort auf die Bemühungen der Bremerhavener und verteidigten ihre Führung mit allem, was sie hatten. In den letzten drei Minuten schwanden auf Seiten der Gastgeber dann merklich die Kräfte, wodurch sich die Eisbären in den letzten Minuten Punkt für Punkt heranarbeiten konnten. Nach einem Dreier durch Kapitän Maximilian Ugrai gingen sie bei knapp einer Minute auf der Uhr erstmalig in Führung. Der an diesem Abend unaufhaltbare Brauner konterte jedoch mit einem eiskalten Drei-Punkte-Wurf und brachte seine Mannschaft mit zwei Punkten erneut in Front. Den folgenden Angriff konnten die Eisbären nicht verwerten, sodass das Spiel mit 102:105 verloren ging. 

Eisbären-Headcoach Michael Mai: „Wir haben speziell in der ersten Halbzeit defensiv zu viel zugelassen, aber ich bin stolz darauf, wie sich das Team in der zweiten Halbzeit zurück in das Spiel gekämpft hat. Wir werden immer weiter hart spielen und arbeiten, egal, wie hoch der Rückstand auch sein mag. “

Eisbären Bremerhaven: Ugrai (23), Moore (16), Friederici (15), Heckel (13), Daniels (10), Davis (10), Yebo (8), Pölking (4), Hoppe (3), Kindzeka.