DIE EISBÄREN UNTERLIEGEN DEN KIRCHHEIM KNIGHTS IM LETZTEN HEIMSPIEL DER PLAYOFFS MIT 94:100

Nach einer lange Zeit engen und spannenden Begegnung müssen sich die Eisbären ohne den angeschlagenen Kevin Yebo und den nach kurzer Einsatzzeit verletzt ausgewechselten Leon Friederici in der Verlängerungen den Gästen aus Kirchheim geschlagen geben.

Beide Mannschaften begannen die Partie mit viel Tempo und hoher Einsatz- und Spielfreude. Insbesondere Eisbären-Topscorer Trey Davis sowie der Kirchheimer Maxwell Mahoney stellten mit zehn bzw. acht Punkten im ersten Viertel ihr ganzes offensives Können unter Beweis, sodass es mit einem 22:24 in die Viertelpause ging.

Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten die Gäste, die Eisbären-Headcoach Michael Mai nach anderthalb gespielten Minuten mit einem 7:0-Lauf zu einer frühen Auszeit zwangen. Diese schien Früchte getragen zu haben, zeigten sich seine Spieler danach defensiv erheblich verbessert und Eisbären-Kapitän Maximilian Ugrai startete gleichzeitig mit einem Korbleger und zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen seinen persönlichen 8:0-Lauf, weswegen die Sirene zur Auszeit erneut ertönte, diesmal jedoch auf Seiten der Knights um ihren Headcoach Igor Perovic. Nach einem schön herausgespielten Mitteldistanzwurf durch Will Daniels gingen die Eisbären anschließend erstmalig seit Spielbeginn kurzzeitig in Führung. Die Führung wechselte im weiteren Spielverlauf mehrmals  hin und her und keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit kam es dann zum lang erwarteten Comeback von Eisbären-Scharfschütze Joshua Braun, der mit seiner zweiten Ballberührung direkt seinen ersten erfolgreichen Distanzwurf verwandelte, was der Bank der Eisbären neues Leben einhauchte. So ging es in den letzten anderthalb Minuten der ersten Halbzeit mit vielen Emotionen und einem leistungsgerechten 46:44 in die Kabine.

Das dritte Viertel ging so weiter, wie das Zweite aufgehört hatte. Das Spiel verlor in dieser Phase jedoch ein wenig den Fluss. Kein Team konnte sich auf mehr als zwei Punkte absetzen, die Führung wechselte munter hin und her und die Offensiven blieben meistens Stückwerk oder waren durch Einzelaktionen geprägt. So ging es nach dreißig Minuten mit einer knappen 61:60-Eisbären-Führung in die Viertelpause.

Zu Beginn des vierten Viertels konnten sich die Eisbären dann erstmalig mit fünf Punkten ein wenig absetzen. Die Knights blieben aber immer in Schlagdistanz und ließen sich nicht entscheidend abschütteln. Die Begegnung blieb daher eng und umkämpft, wirkte in dieser Phase ein wenig verfahren und war von vielen Spielunterbrechungen, Freiwürfen und Auszeiten geprägt. Man merkte beiden Teams an, dass viel auf dem Spiel stand. Die Intensität wurde auf beiden Seiten nochmal erhöht und die Knights übernahmen nach einem Dreier des starken Till Pape bei knapp zwei Minuten Restspielzeit erneut die Führung. In den letzten 50 Sekunden überschlugen sich die Ereignisse, das Spiel fand nach der regulären Spielzeit beim Stand von 84:84 keinen Sieger, sodass es in die Verlängerung ging. 

In dieser konnten sich die Knights dank eines And-Ones durch den starken Mahoney mit fünf Punkten absetzen und diese Führung bei knapp einer Minute Restspielzeit schließlich auf sieben Punkte ausbauen. Die Eisbären warfen noch einmal alles in die Waagschale, konnten den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen, weswegen sie sich den Kirchheim Knights mit 94:100 geschlagen geben mussten.

Eisbären-Headcoach Michael Mai: „Wir haben gekämpft und hätten das Spiel vor der Verlängerung gewinnen können. In der Endphase waren wir nicht fokussiert genug. Kirchheim hat in der Verlängerung hingegen viel besser gespielt.“

Eisbären Bremerhaven: Ugrai (20), Davis (20), Moore (19), Daniels (15), Heckel (11), Pölking (6), Braun (3), Friederici, Hoppe, Kindzeka, Yebo, Heiken.