Eisbären werden Berufung einlegen – BBL hat aufgrund von Altschulden keine Lizenz erteilt

Der Gutachterausschuss hat heute entschieden, den Eisbären Bremerhaven keine Lizenz für die Saison 2019/2020 zu erteilen. Grund dafür ist, dass die Eisbären aufgrund von Altschulden kein positives Eigenkapital in Höhe von mindestens 250.000 Euro vorweisen können, was für die kommende Spielzeit erstmalig eine neue Bedingung im Lizenzstatut der easyCredit Basketball Bundesliga ist. Der betroffene Paragraph sagt aber auch aus, dass die Liga dem Club eine Lizenz mit Auflagen erteilen kann, die dafür Sorge tragen, dass das gewünschte Ziel erreicht wird.

Die Eisbären Bremerhaven Marketing GmbH wird somit Berufung gegen das überaus harte Urteil einlegen. Eisbären Geschäftsführer Wolfgang Grube ist entsetzt über die Vorgehensweise der Liga: „Gleich nach meiner Übernahme als Geschäftsführer im Januar 2018 habe ich der BBL signalisiert, dass wir gewillt sind, die Altschulden seit dem Jahr 2008 zu tilgen. Deshalb kann ich diesen Schritt überhaupt nicht nachvollziehen, zumal die Stadt Bremerhaven für den Großteil dieser Altschulden genauso wie bei den Fischtown Pinguins bürgt. Solch eine Regel ist mir weder beim Fußball, noch beim Eishockey oder anderen Profisportarten bekannt. Die BBL hat uns versichert, dass wir die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die kommende Spielzeit nachgewiesen haben und der Lizenzentzug nur im Eigenkapital begründet ist. Diese drastische Vorgehensweise zeigt mir, dass es der BBL zur neuen Saison nicht um eine Professionalisierung, sondern nur um eine Verkleinerung der Liga geht. Wer mich kennt, weiß, dass ich bis zuletzt für den Basketball Standort Bremerhaven kämpfen werde, denn diese Stadt hat es verdient, erstklassig zu bleiben!“