Eisbären feiern ersten Sieg vor heimischer Kulisse

Die Eisbären Bremerhaven gewinnen ihr erstes Heimspiel der ProA-Saison gegen den ProB-Aufsteiger wiha Panthers Schwenningen mit 98:90. Eisbären-Headcoach Michael Mai musste auf Center Moses Pölking verzichten, der aufgrund einer leichten Verletzung an der Ferse ausfiel. Ein wichtiger Faktor für den Heimerfolg waren die 1.225 Eisbären-Fans als sechster Mann im Rücken der Mannschaft.

Die Eisbären starteten motiviert in die Partie und ließen die Panthers aus Schwenningen aufgrund ihrer aggressiven Verteidigung zunächst nur schwer in die Partie kommen. Durch abschließende Abstimmungsschwierigkeiten in der Verteidigung der Eisbären kamen die Schwenninger jedoch mit zunehmendem Spielverlauf vermehrt zu einfachen Punkten. Auch in der Offense lief bei den Eisbären noch nicht alles rund und der Mannschaft von Michael Mai gelang es nicht durchgehend, die Lücken in der Defensive der Panthers auszunutzen. 

Mit verbesserter Defense starteten die Eisbären in das zweite Viertel. Aufgrund ihrer aggressiven Verteidigung war die Teamfoulgrenze jedoch schnell erreicht und die Schwenninger kamen dadurch zu einfachen Punkten von der Freiwurflinie. Dadurch kam die Mannschaft von Panthers-Headcoach
Alen Velcic immer besser in die Partie. Bis zur Halbzeit trafen die Gäste zudem 57 Prozent ihrer Feldwürfe. Nach einer Auszeit von Michael Mai konnten die Eisbären ihren Vorsprung durch einen erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf von Kasey Hill auf zwischenzeitlich sieben Punkte ausbauen. Den Eisbären gelang es, die Schwenninger knapp hinter sich zu halten und gingen mit einer zwei-Punkte-Führung in die Kabine.

Den dritten Abschnitt eröffnete Will Vorhees mit einem erfolgreichen Zwei-Punkte-Wurf nach einem Assist von Rohndell Goodwin. Den Eisbären gelang es jedoch weiterhin nicht, sich entscheidend von den Gästen aus Süddeutschland abzusetzen. Nach einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf durch Marko Bacak war die Partie plötzlich ausgeglichen und die Gäste gingen kurz darauf auch das erste Mal in Führung. Bis zum Ende des Viertels blieb die Partie eng und die Mannschaften gingen mit einem 75:75 Unentschieden in den Schlussabschnitt.

Im vierten Viertel bekamen die Eisbärenspieler Kasey Hill, Rohndell Goodwin und Will Vorhees Foulprobleme, Vorhees musste drei Minuten vor Schluss mit seinem fünften persönlichen Foul sogar das Feld verlassen. Durch ein unsportliches Foul, und damit das fünfte Foul für Schwenningens Marko Bacak, traf dasselbe Schicksal auch einen Gäste-Akteure. Mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf von Eisbären-Kapitän Adrian Breitlauch war schließlich die Vorentscheidung für den 98:90-Sieg der Eisbären gefallen. Mit einem erfolgreichen Dreier über das gesamte Spielfeld sorgte Schwenningens Flip Kukic noch für ein Highlight mit der Schlusssirene.

„Schwenningen ist eine sehr gute Mannschaft mit guten Spielern. Wir dachten, es wäre einfach, gegen sie zu spielen, aber heute war es sehr schwer. Wir haben Fehler gemacht und müssen noch Einiges lernen. Beide Mannschaften haben mit der gleichen Intensität gespielt. Leider können wir heute mit unserer Quote von Außen nicht zufrieden sein. Aber in den letzten zwei Minuten haben wir sehr gut und konzentriert gespielt und dadurch das Spiel für uns entschieden“, so die Einschätzung von Headcoach Michael Mai.

Eisbären Bremerhaven - wiha Panthers Schwenningen 98:90 (51:49)

Die Viertel im Überblick: 28:23, 23:26, 24:26, 23:15

Eisbären Bremerhaven: Braun (11 Punkte/1 Dreier), Hill (23/2), Möller, Canty (14/4), Breitlauch (10/1), Pfeil, Clay (5/6 Rebounds), Theis (15/4), Goodwin (9/4), Friederici, Vorhees (11/8)